Bodensäulenzylinder

 

Der Bodensäulenzylinder wurde entwickelt, um Proben mit sehr geringer Störung zu entnehmen. Hierdurch ist ein schneller Einblick in den Profilaufbau, die Bewurzelungsmöglichkeiten usw. möglich. Je größer der Einblick in die Gegebenheiten ist, desto besser lassen sich Konsequenzen für die Düngung und für den Umgang mit dem Boden ziehen.

 

 

Bodensäulenzylinder

 

Zur allgemeinen Profiluntersuchung ist u.a. eine Methode entwickelt worden, bei der dem Boden mit dem Bodensäulenzylinder Proben entnommen werden. Mit diesem System ist eine Entnahme von ungestörten Proben von 100cm Länge und 93mm Durchmesser möglich, ohne eine Profilgrube zu graben. Der Bodensäulenzylinder wird mit einem benzinbetriebenen Schlaghammer in den Boden gerammt (auf Anfrage ist auch ein elektrischer Schlaghammer erhältlich).

Es ist möglich, ihn zu Kontrollzwecken und/oder zur Teilbeprobung der gestochenen Bodensäule an der Längsseite zu öffnen.

Das Standardset enthält einen benzinbetriebenen Schlaghammer, einen Bodensäulenzylinder aus Edelstahl, einen Handbohrer, einen Hebebaum und Probenrinnen.

 

Vorteile

Die Vorteile des Bodensäulenzylinders sind:

  • Der große Durchmesser und die Länge der Proben.

  • Der Bodensäulenzylinder ist meistens einfach in den Boden einzubringen und wegen des losen Schneidekopfes auch einfach wieder herauszuziehen.

  • Die Probe liegt locker im Zylinder und ist daher einfach zu entnehmen.

  • Die gestochene Bodensäule wird fast nie zusammengedrückt (optimale Ungestörtheit).

  • Nach schon einer Probe kann das gesamte Profil begutachtet werden.

  • Weniger zeitraubend und zerstörend als das Graben einer Profilgrube.

  • Das Gerät ist einfach zu transportieren.

  • Einfache Bedienung.

  • Für nahezu alle Böden verwendbar (auch zwischen Pflanzen).

  • Bodennutzer werden kaum behindert oder geschädigt.

Einschränkung: Auf nassen und steinigen und sehr harten Böden schwieriger einsetzbar.

 

Anwendung

Der Bodensäulenzylinder wird u.a. verwendet für:

  • Beschreibung der Bodenstruktur (auch sehr dünne Bodenschichten können unterschieden werden).

  • Untersuchung der Bewurzelung, besonders um Einblick in Bewurzelungsmöglichkeiten, Bewurzelungstiefe und Intensität des Wurzelsystems zu erhalten.

  • Bestimmung von Volumen und Dichte des Bodens durch ungestörte Proben.

  • Untersuchung des Feuchtigkeitsgehalts und der Konzentration gelöster Stoffe in langwierigen Feldstudien.

  • Erforschung des Strömungsverhaltens des Wassers und der gelösten Stoffe z. B. in Böden, in denen präferenter Feuchtigkeitstransport auftritt.

  • Archäologische Untersuchungen.