Kf-Bestimmung im Feld

 

 

Kf-Bestimmungen sind sowohl für agrar- als auch umweltwissenschaftliche Bodenuntersuchungen von Bedeutung. Anhand des Durchlässigkeitskoeffizients des Bodens (K-Faktor) werden Versickerungs- und Drainagesysteme entwickelt. Auch für das Ausmaß der Verbreitung eventuell vorhandener Verunreinigungen ist der Durchlässigkeitskoeffizient des Bodens von wesentlicher Bedeutung. Die Wasserdurchlässigkeit des Bodens kann sowohl im Labor als auch direkt im Feld gemessen werden.

 

 
 

Set zur Kf-Bestimmung, nach Hooghoudt

 

Bei direkten Messungen im Feld kann die Bohrlochmethode nach Hooghoudt angewendet werden. Die Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit des Bodens ist nach dieser Methode wenig Zeitraubend erfordert ein begrenztes Instrumentarium und ist einfach auszuführen.

Das Prinzip dieser Methode ist einfach. Man bohrt ein Loch bis zu einer gewissen Tiefe unter dem Grundwasserspiegel und wartet, bis sich der Grundwasserspiegel im Bohrloch eingestellt hat. Mit z. B. einer Schlammbüchse wird dann ein Teil des Wassers aus dem Bohrloch entfernt und man misst, wie schnell der Grundwasserspiegel im Bohrloch wieder steigt.

Mithilfe von Formeln und/oder Nomogrammen kann diese Steiggeschwindigkeit auf den durchschnittlichen Wasserdurchlässigkeitskoeffizienten der unterschiedlichen Bodenschichten umgerechnet werden.

Die Tiefe des Bohrlochs muss auf die aktuelle Grundwasserhöhe und die Dichte und Durchlässigkeit der aufeinander folgenden Schichten im Bodenprofil abgestimmt werden.

Das Standardset enthält u. a. einen Edelman- und Riverside-Bohrer mit Oberteil und Verlängerung, eine Schlammbüchse, ein Maßband mit Halter und Schwimmer, einen Filter und eine Stoppuhr. Das ganze Set kann in einer stabilen Tasche transportiert werden.