Bodenwasser-Permeameter

 

 

Der Planung und Durchführung von wasserbaulichen und kulturtechnischen Projekten (z. B. Dränung und Bewässerung), ökologische und wissenschaftliche Bodenuntersuchungen gehen fast immer geohydrologische Untersuchungen voraus. Die Wasserdurchlässigkeit eines Bodens bestimmt in hohem Maße die Effizienz eines Dränungs- oder Bewässerungssystems.

Die gesättigte Wasserdurchlässigkeit kann (sowohl horizontal wie vertikal) direkt im Feld oder im Labor mit dem Bodenwasser-Permeameter bestimmt werden. Der Bodenwasser-Permeameter benutzt in Stechzylindern gestochene ungestörte Bodenproben.

 
 

Bodenwasser-Permeameter

 

Es ist im Prinzip möglich, Messung mit Permeametern in jeder gewünschten Größe durchzuführen. Die Größe ist von der Zahl der Bodenproben abhängig, bei denen man gleichzeitig die gesättigte Wasserdurchlässigkeit bestimmen will. Ausführungen in Serien von 5 bis maximal 25 Proben können geliefert werden. Die Permeameter sind geeignet für Stechzylinder mit einem äußeren Durchmesser von 53oder 60mm. Man kann ein geschlossenes oder offenes System verwenden.

Bei dem geschlossenen System werden ein Vorratfass, eine Wasserpumpe und ein Filter mitgeliefert. Bei Anwendung eines offenen Systems sind diese Attribute nicht notwendig, weil in diesem Fall die Aufstellung an die Wasserleitung angeschlossen wird, während die Abfuhr z. B. in ein Waschbecken erfolgt.

Ein geschlossenes System ermöglicht die Durchmessung von Proben mit anderen Flüssigkeiten als Leitungswasser. Bei Proben aus einem salzigen Milieu muss z. B. dem Wasser Salz zugefügt werden.

 

Vorteile

Die Vorteile eines geschlossenen Permeameters gegenüber einem offenen System sind:

  • Ortsunabhängig, weil keine Abfuhr erforderlich ist.

  • Konstante Wassertemperatur, die der Labortemperatur gleicht, gewährleistet eine konstante Viskosität.

  • Immer dieselbe Wasserqualität.

  • Wasser sparend.

 

Verwendung

Der Bodenwasser-Permeameter wird bei der Messung der gesättigten Wasserdurchlässigkeit von ungestörten Bodenproben in Stechzylindern angewendet. Der Durchlässigkeitsfaktor (K Faktor) erteilt genaue Auskünfte über:

  • Die Anwesenheit von störenden Schichten, die eine schnelle Abfuhr von Niederschlag verhindern.

  • Den Zusammenhang zwischen Durchlässigkeit und verschiedenen bodenkundigen Eigenschaften wie Porenvolumen, granulare Zusammensetzung usw.

  • Die vertikale und horizontale Durchlässigkeit. Mit Hilfe dieser Daten können u. a. Berechnungen durchgeführt werden zwecks:

  • Bewässerungs- und Dränungssystemen.

  • Grundwasserablenkung mittels Brunnengalerie.

  • Ablagerungserscheinungen

  • Auskünfte bei Verbreitung von verunreinigten Flüssigkeiten infolge von Kalamitäten.

  • Bodenverbesserungs- und Wartungsberatungen.